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PLM-Anforderungen zielsicher definieren
     
   
Die Produktentstehungsprozesse in Unternehmen der Fertigungsindustrie sind unterschiedlich komplex. Daraus ergibt sich eine große Varianz an Themen- und Handlungsfeldern, die für den Unternehmenserfolg wichtig sind.

Softwarepakete bringen unterschiedliche Lösungsfunktionalitäten mit, die mehr oder weniger stark an Anforderungen angepasst werden können.
Wie finden Sie die für Ihre Situation passende Konfiguration?
Stellt man die Lösungsfunktionalität über den Prozessanforderungen des Unternehmens dar, sollte der gewählte Lösungsansatz auf einer Diagonalen durch die Quadranten liegen:

   


Bei wenig komplexen Prozessanforderungen werden pragmatische Lösungen angestrebt. Geringe Funktionalität erfordert wenig Konfigurations- und Implementierungsaufwand. Die Lösungen sind schnell einzuführen, leicht zu warten und bringen für den geplanten Einsatzbereich den gewünschten, gleichzeitig aber begrenzten ROI zügig. Sie sind „easy to use“.

Die Umsetzung höherer Prozessanforderungen setzt die Verwendung anpassbarer Lösungen mit größerem Funktionsumfang voraus. Ein höherer Automatisierungsgrad und die Anpassung der Lösung an unternehmensspezifische Randbedingungen führen zu höheren Implementierungsaufwendungen. Es wird langfristig ein hoher ROI angestrebt. Wir sprechen von „Prozessintegrationen“.

Natürlich kann auch ein Stufenplan sinnvoll sein, der ausgehend von einem begrenzten Funktionsumfang den Weg zu einer hochintegrierten PLM-Landschaft eröffnet. Dieser Weg erfordert eine besonders sorgfältige Planung, um die Anforderungen in den verschiedenen Ausbaustufen passgenau zu erfüllen.

Entscheidungen, die von dieser Herangehensweise abweichen, führen in der Regel zu Implementierungsprojekten, die länger laufen und teurer werden als geplant, trotzdem aber nicht den gewünschten ROI bringen.
Zu hohe Lösungsfunktionalität bei einfachem Anforderungsprofil („überdimensioniert“) führt zu langer Implementierungszeit verbunden mit hohen Wartungs- und Betriebsaufwänden. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Der ROI wird oft durch die gestiegenen Betriebsaufwände verschlungen.

Zu geringe Lösungsfunktionalität bei fortgeschrittenen Anforderungen („überfordert“) bedingt Sonderanpassungen, die kostenintensiv zu erstellen sind und langfristig hohe Unterhaltskosten mit sich bringen. Sie liegen außerhalb des Standards und müssen gesondert gepflegt werden. Sie erreichen trotz alledem selten den tatsächlich benötigten Funktionsumfang. Zum Teil werden deshalb mittelfristig die Unternehmensprozesse an diese teuer bezahlten Sonderlösungen angepasst. ROI stellt sich selten ein.

Die Aufgabe der PLM Beratung ist es, zu der jeweiligen Prozessanforderung eines Unternehmens die passenden Pakete in den richtigen Ausbaustufen zu definieren.

   


Wichtig ist die Entwicklung einer langfristigen PLM Strategie. Sie ist die Basis, um kurz- und mittelfristig die richtigen Lösungswege einzuschlagen, ohne das langfristig definierte Ziel zu verfehlen.

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